Guestbook ....


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Manuela Keilholz

24.01.2017
14:34
Ich selbst bezeichne mich nicht als Opfer des Stalinismus, obwohl auch ich als Hineingeborene (1960) in dieses indoktrinierende System, dass sich DDR nannte, definitiv auch bin. Wenn ich mein Leben, mit dem Leben der "Andersdenkenden" und politisch Verfolgten in der DDR vergleichen würde, fände ich es in keinster Weise angemessen, mich ein Opfer zu nennen. Ich unterstütze heute, nach dem ich mein Leben als Überangepasste reflektierte, den Kampf gegen das Vergessen.
NIEMALS WIEDER darf es sich wiederholen und deshalb halte ich für wichtig: allumfassend möglichst durch Zeitzeugen, die es noch gibt, aufzuklären, aufzuarbeiten und gegen eine ewige Verklärung der DDR-Diktatur einzutreten. --- Ich gestehe, dass ich als Kind eines gesellschaftlichen Mitarbeiters (GMS) der Staatssicherheit derart verblendet worden bin und verlernte Fragen zu stellen auf Grund einer extrem regimetreuen kommunistischen Erziehung im Wochenheim (also montags bis freitags) und im Elternhaus. Widerspruch und unbequeme Fragen hatte es einfach nicht zu geben. Immer wieder nur das Propagieren eines Feindbildes in der Familie, in der Schule und später im Beruf und keine Freunde, die mich aus diesem Teufelskreis rausholten. Ich schäme mich sehr, von dieser Blindheit so lange befangen gewesen zu sein und trete heute mit meinen Lesungen und Vorträgen über mein Erleben in dieser Diktatur auf. Ich berichte auch über meinen schweren Weg, der mich zur bitteren Erkenntnis führte, dass die DDR ein Unrechtsystem war, um andere Menschen zu ermutigen, selbst ihr eigenes Leben neu zu hinterfragen. Sie dürfen mich gern auch auf meiner HP besuchen, wenn Sie mehr zum Thema DDR - Diktatur - Stasi erfahren wollen. --- Übrigens eine sehr informative HP, die ich mit mehr Zeitzeugenberichte für ausbaufähig halte.

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Die Würde des

Menschen ist unan-

tastbar

(Artikel 1 des GG)

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